
Glimmrisiko im Brandfall wissenschaftlich geprüft
Acospray ist ein akustischer Spritzputz auf Basis von Zellulosefasern und einem Bindemittel. Als natürliches, faserbasiertes Material wirft es regelmäßig Fragen zum Brandschutz auf. Denn kann ein Produkt auf Zellulosebasis im Brandfall wirklich sicher sein?
Diese Frage ist berechtigt. Die meisten Menschen denken bei einem Brand zunächst an offene Flammen. Bei organischen Materialien gibt es jedoch ein weiteres Risiko, das häufig unterschätzt wird: das fortdauernde Glimmen. Dabei handelt es sich nicht um eine offene Flamme, sondern um einen langsam fortschreitenden Verbrennungsprozess innerhalb des Materials. Dieser kann sich unbemerkt ausbreiten und unter Umständen zu einem späteren Zeitpunkt erneut zu einer Entzündung führen.
Da Acospray aus Zellulosefasern besteht, werden wir regelmäßig auf dieses Thema angesprochen. Deshalb haben wir die Brandsicherheit von Acospray nicht selbst bewertet, sondern gezielt von Kiwa unabhängig prüfen lassen. Im Fokus stand dabei genau dieses Risiko des fortdauernden Glimmens – eines der am wenigsten sichtbaren, aber zugleich wichtigsten Brandrisiken organischer Baustoffe.
Zusätzlich zu dieser Glimmprüfung erfüllen sowohl Acospray als auch unser fugenloses Akustikputzsystem Acoplaster die Anforderungen der Brandprüfungen von Efectis gemäß EN 13501-1.
Was ist fortdauerndes Glimmen und warum stellt es ein Risiko dar?
Bei der Brandsicherheit denken die meisten Menschen zunächst an Flammen und offenes Feuer. In der Praxis stellt jedoch ein verborgener Glimmbrand häufig ein mindestens ebenso großes Risiko dar.
Bei organischen Materialien kann eine lokale Zündquelle einen langsam fortschreitenden Glimmprozess im Material selbst auslösen. Diese Form der Brandentwicklung verläuft oftmals unbemerkt, kann sich innerhalb des Materials ausbreiten und zu einem späteren Zeitpunkt erneut zu einer offenen Flammenbildung führen. Gerade weil dieser Prozess verborgen abläuft, wird er häufig erst spät erkannt.
Genau dieses Risiko wird in der Norm EN 16733 „Bestimmung der Neigung eines Bauprodukts zum fortdauernden Glimmen“ untersucht. Die Prüfung bewertet, ob ein Bauprodukt nach einer definierten thermischen Belastung selbstständig weiterglimmt oder ob der Glimmprozess von selbst erlischt.

Das Prüfergebnis: keine Neigung zum fortdauernden Glimmen
Acospray wurde von Kiwa Deutschland gemäß EN 16733:2016-07 geprüft. Das Ergebnis des unabhängigen Prüflabors ist eindeutig:
Acospray zeigt keine Neigung zum fortdauernden Glimmen.
Die drei durchgeführten Prüfungen belegen, dass Acospray innerhalb des geprüften Anwendungsbereichs:
- nach Entfernen der Zündquelle nicht selbstständig weiterglimmt,
- keine verdeckte, fortschreitende Brandausbreitung im Material entwickelt,
- nach Wegnahme der Brandquelle keine Wiederentzündung zeigt,
- kein selbsterhaltendes Glimmverhalten aufweist.
Der Prüfbericht wurde von Kiwa erstellt und gilt für Acospray in einem Schichtdickenbereich von 15 bis 45 mm, wie im Bericht beschrieben.
Im Video sehen Sie, wie Acospray unter kontrollierten Laborbedingungen gemäß EN 16733 getestet wird. Dabei wird das Material über einen Zeitraum von 15 Minuten einer Flamme ausgesetzt. Deutlich erkennbar ist, dass Acospray weder Feuer fängt noch Rauch entwickelt. Nach dem Entfernen des Brenners zeigt das Material zudem kein Nachglimmen.
Fordern Sie den Kiwa-Prüfbericht an
Haben Sie Fragen zum Brandverhalten von Acospray oder möchten Sie den vollständigen Prüfbericht erhalten? Kontaktieren Sie uns gerne. Wir stellen Architekten, Fachplanern, Versicherern und Auftraggebern den unabhängigen Kiwa-Prüfbericht auf Anfrage zur Verfügung.